Die erste Warmwasser-Badeanstalt wird 1875 in Höhe der heutigen Hotelfront am Nordbad errichtet. 12 Jahre später wird eine neue Warmwasser-Badeanstalt zwischen der Strandstraße und der Prinz-Heinrich-Straße (heute Bubertstraße) eröffnet, welche 1894 auf die doppelte Fläche vergrößert wird. Verbringen im Jahr 1875 noch 1.324 Gäste ihre Ferien auf der Insel, beträgt
Mit der „Giftbude“ entsteht das erste Strandrestaurant, in dem Getränke aller Art angeboten werden.
Die Bade-Kommission bzw. -Direktion (Vorgänger der Kurverwaltung) wird gegründet. Sie kümmert sich fortan u.a. um die Regelung der Finanzen des Seebades, die Schaffung touristischer Attraktionen, die Vermietung von Badezelten und -kutschen, den Einsatz von Rettungsschwimmern sowie die Wahrnehmung aller sonstigen Interessen zur Förderung des Bades.
Um den immer zahlreicher werdenden Gästen mehr bieten zu können, werden ein Fußweg von der Ortsmitte zum Weststrand verlegt, zum Umziehen ein Holzschuppen in Strandnähe errichtet und die ersten Badekarren und -körbe aufgestellt.
Durch die Inbetriebnahme der Hannoverschen Westbahn von Rheine nach Emden wird die Anreise zur Insel erleichtert.
Der Gastwirt Jan H. Visser 1852 errichtet neben seinem Haus ein großes Sommerzelt mit dem Namen „bei Mutter Visser“ – in der heutigen Wilhelm-Bakker-Straße neben dem Rathaus – in dem Gästen erstmalig warme Speisen angeboten werden.
Da immer mehr Gäste die Insel besuchen, werden die ersten Badelisten eingeführt. Auf diesen werden die Gästezahlen fortan genau registriert. 1850 gilt somit als eigentlicher Beginn des Seebades Borkum. In diesem Jahr kommen 252 Gäste nach Borkum.